• Gruppengröße: min. 4 max. 6 Teilnehmer
• Dauer: jeweils 3 Stunden pro Termin
• Termine: 6 Nachmittage im Zwei-Wochen-Rhythmus
• Ort: Auf unserem Hof
• Zwischen den Terminen: Übungsphasen zu Hause mit dem eigenen Pferd
• Alle Teilnehmer sind durchgehend anwesend, um voneinander zu lernen, das Auge
zu schulen und Bewegungen zu analysieren.
• Kurskosten: 750.-/für alle 6 Nachmittage mind.
• Kursdaten: Samstag 3. Jan /24. Jan /7.Feb. /21.Feb./7.März/21.März 2026
• Zeit 13.00 bis 16.00 Reitzentrum Moron
• Treffpunkt Sous Moron gemeinsame Fahrt zum Hof auf dem Berg um 12.45
Wer reiten möchte, braucht ein geradegerichtetes Pferd. Ohne Geraderichtung verschleißt der
Reiter sein Pferd und verursacht langfristig körperliche Schmerzen. Es ist deshalb essenziell,
die natürliche Schiefe des Pferdes zu erkennen und auszugleichen.
Pferde tragen ihr Eigengewicht von Natur aus nicht gleichmäßig auf allen vier Gliedmaßen. In
den meisten Fällen erfolgt die Vorwärtsbewegung schräg von hinten links nach vorne rechts –
ähnlich wie bei Hunden.
• Das linke Hinterbein ist meist stärker und schiebt kräftiger ab.
• Die Last wird diagonal zur rechten Schulter getragen.
• Das rechte Hinterbein tritt oft kürzer, wird dadurch schwächer und kann weniger
Gewicht aufnehmen.
Wird die natürliche Schiefe nicht gezielt korrigiert, entwickelt das Pferd muskuläre
Dysbalancen. Das schränkt nicht nur den Bewegungsapparat ein, sondern kann auch zu
gesundheitlichen Schäden führen.
• Das schwächere Hinterbein zu fördern – oft das rechte.
• Die Muskulatur gleichmäßig zu entwickeln.
• Die Tragkraft zu verbessern, um das Pferd langfristig gesund zu erhalten.
Auch beim Menschen ist ein Bein dominanter und eine Hand geschickter. Viele Reiter tragen
(unbewusst) zur Schiefe des Pferdes bei – auch das muss erkannt und ausgeglichen werden.
Untrainierte Pferde tragen die meiste Last meist auf der rechten Schulter. Daher fällt es ihnen
leichter, sich nach links zu biegen.
• Das Pferd auf beiden Händen gleichmäßig biegbar zu machen.
• Die Lastverteilung auf alle vier Beine zu optimieren.
• Einen tragenden Spannungsbogen zu entwickeln, der über die Aufrichtung des
Rumpfes und das aktive Untertreten der Hinterhand entsteht.
Ausnahmen bestätigen die Regel: Es gibt auch Pferde, die von Natur aus sehr ausgeglichen
sind. Gearbeitete Pferde können ihre Schiefe im Laufe der Ausbildung verändern – das
erfordert vom Reiter oder Longenführer ein feines Gespür und Geduld, keine Gewalt.
In einer Zeit, in der wir mit dem Pferd in Partnerschaft arbeiten wollen, geht es nicht mehr um
Zwang oder reinen Ehrgeiz.
• Das Pferd nicht in eine Haltung zu zwingen – weder beim Reiten noch vom Boden.
• Auf Zwang zu verzichten, um mentale und körperliche Losgelassenheit zu fördern.
• Von hinten nach vorne zu arbeiten – wie es auch beim Reiten richtig ist.
• Treiben im Takt der Bewegung – ausschließlich von hinten.
• Der Longenführer steht aufrecht und mittig, mit dem Blick auf das Pferd gerichtet.
• Keine Gerteneinsätze von vorne.
• Kein Ziehen, Rucken oder Zerren an der Longe.
• Die feinste Einwirkung erfolgt über die Körperposition des Longenführers.
• Gezielte Hilfengebung an der Longe
• Optimale Körperposition und Körpersprache des Longenführers
• Takt- und Ganganalyse der Pferde (u.a. durch Videoanalyse)
In der klassischen Reitlehre gibt es viele Übungen zur Geraderichtung. Besonders
entscheidend ist aber, beide Hinterbeine gleich stark auszubilden.
Ein historisches Beispiel: Die preußische Kavallerie nutzte gezielte Belastung der
schwächeren Seite (oft rechtes Hinterbein und linke Schulter), um eine bessere
Gleichmäßigkeit in der Muskulatur zu erreichen.
Wenn Sie Ihr Pferd langfristig gesund und in Balance halten möchten, ist dieser Kurs der
richtige Einstieg.
Ich freue mich auf Ihre Teilnahme!
Monika Locher Scheifele